Der Vereinsausschuss

Werdegang des Vereins

Vorgeschichte:

Eine Unterschriftenaktion beim VfR Neuburg im Jahre 1979 sollte das Interesse an der Gründung einer Tennisabteilung abklären. 40 Interessenten trugen sich ein, eine vorsichtige Schätzung der Kosten für den Bau von drei Tennisplätzen ergab einen Betrag in Höhe von ca. DM 95.000.

Ein erstes Schreiben wurde am 24.05.1979 an die Stadt Neuburg gerichtet. Am 13.09.1979 erhielt man Nachricht, dass grundsätzlich nichts gegen den Bau spricht. Der VfR Neuburg beschließt schließlich am 19.12.1979, dass eine Unterabteilung Tennis nicht in Frage kommt. Ein eigenständiger Verein  musste gegründet werden.

Gründungsphase:

Bereits am 01.02.1980 fanden sich die Gründungsmitglieder im VfR-Heim zusammen und wählten den ersten Vorstand mit Günter Gräbner als Vorsitzenden und Wilmar Kocher als seinen Vertreter. Zwölf Tage später erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister der Stadt Neuburg. Nach einer weiteren Woche stellten die Verantwortlichen bereits eine Anfrage betreffend des Grundstückes gegenüber dem Schwimmbad. Trotz der Einwände der Denkmalpfleger wurde im April von der Stadt ein Teilbaugenehmigungsbescheid für die Erdarbeiten erteilt.

Der Verein zählte mittlerweile bereits 70 Mitglieder, auf dem Tennisplatz beim Neukauf (heute Marktkauf) wurde schon eifrig Tennis gespielt, auch die ersten außersportlichen Aktivitäten wurden gut angenommen.

Nach Beginn der Erdarbeiten im Sommer erfolgte prompt der Einspruch des Kreisheimatpflegers und des benachbarten Landwirtes, die zum Baustopp durch die Regierung von Oberbayern führten. Es folgten Diskussionen in der Bevölkerung und in der Presse, die Kardinalfrage hieß: „Aufgabe oder Weitermachen“?

Man entschied sich für die Weiterverfolgung des großen Ziels und nach der Änderung des Flächennutzungsplans und des Pachtvertrages wurde am 13.10.1980 die endgültige Baugenehmigung erteilt.

Bauphase:

Ein früher Wintereinbruch stoppte die Aktivitäten im Freien, doch in der Lagerhalle der Fa. Heiß und im Bauhof des Landkreises wurde fleißig weitergearbeitet.

Abbruchholz wurde für die Holzkonstruktion des Zaunes bearbeitet, ein Modell für das Vereinsheim gebastelt und weitere Planungen vorgenommen. Anfang Januar 1981 erhielt man dann auch die Baugenehmigung für das Vereinsheim und eine erste Herrenmannschaft wurde zum Spielbetrieb angemeldet. Obwohl mangels Plätzen alle Spiele auswärts ausgetragen werden mussten, schaffte das Team im ersten Anlauf bereits den Aufstieg. Erst im 2. Versuch (den ersten hatten sintflutartige Regenfälle verhindert) gelang am 15.08.1981 die offizielle Eröffnung der Tennisplätze mit vielen regionalen Gästen bei gutem Wetter und bester Stimmung. Schonfrüh entschied sich der Verein, neben dem sportlichen Aspekt auch die Geselligkeit zu pflegen.

Nicht einmal in den vergangenen Jahren fiel die traditionelle Weihnachtsfeier aus. Sie wurde immer fast ausschließlich durch Mitglieder des Vereins gestaltet. Die erste Weihnachtsfeier im Dezember 1981 fand im Cafe Huber statt, wo der Nikolaus neben vielen lobenden auch einige strenge Worten sprechen musste. So wurden u. a. Bernd Haas, Gerd Dolp, Anton Nuber, Max Schneider und Kurt Kobras nach vorne gebeten.

Im zweiten Jahr des Bestehens des Vereins konnten die Herren ihre Heimspiele auf eigenen Plätze ausrichten und schafften erneut ungefährdet den Aufstieg.

Die kommenden zwei Jahre waren von Bauarbeiten am Tennisheim geprägt. Unzählige Arbeitsstunden der Mitglieder wurden geleistet um die Kosten auf einem erträglichen Niveau zu halten. Dennoch schnellten diese von kalkulierten DM 295.000 auf ca. DM 600.000 hoch.

Nicht zu kurz kam dabei der Sport. Ein kostenloses Jugendtraining sollte den Nachwuchs fördern und eine zweite Herrenmannschaft, sowie eine Damenmannschaft wurden zu den Verbandsspielen angemeldet. 1983 konnten die Herren 2 mit den Herren 1 (die zum dritten Mal in Folge ihre Gruppe beherrschten und Meister wurden), den Aufstieg feiern.

Am 30.04.1983 wurde das Clubheim feierlich eingeweiht. Die erste Wirtin, Gitti Seitle versorgte nun in den mit eigenen Mitteln ausgestatteten Vereinsräumen die Mitglieder und Gäste.

Mittlerweile stand auch schon die Planung für zwei weitere Plätze, die aber letztendlich erst 1987/88 verwirklicht wurden. Die Mitgliederzahl wuchs in diesen Jahren auf über 300 Aktive an und eine Vielzahl von Veranstaltungen, wie z. B. Schleiferlturniere und Osterspaziergang wurden organisiert und eine Kanufahrt auf der Donau durchgeführt.

Auch der Nachwuchs beim TC am Brandl feierte die ersten Erfolge. Viel versprechende Talente wurden vehement gefördert und es lohnte sich. So eilten die männlichen Jugendlichen bald von Sieg zu Sieg.

Die Damen schlugen sich in ihrer ersten Saison beachtlich und holten 1983 die Meisterschaft in ihrer Klasse und damit den Aufstieg in die Kreisklasse 2.

1984 zahlte sich die Förderung des Nachwuchses aus. Die Junioren erreichen mit Siggi Weigert als Betreuer die Bezirksklasse. Die Arbeiten an der Anlage, vor allem der Bau der Plätze 4 und 5 wurden im Jahr 1984 zurückgestellt; fehlende finanzielle Mittel trotz ansteigender Mitgliederzahlen zwangen den Verein dazu.

Die Vorstandschaft unter dem Vorsitz von Günter Gräbner und seinem Vertreter Wilmar Kocher wurde zum dritten Mal bestätigt. Schriftführerin war weiterhin Jutta Egen, Kassier Gerd Glatter und auch Jugendwart Kurt Kobras übernahm für weitere zwei Jahre sein Amt. Zum Nachfolger von Anton Nuber wurde als Sportwart Peter Waldsperger gewählt, Peter Heiß wurde Geschäftsführer und Dr. Klaus Schieker (verstorben) Beisitzer.

Die Herren 1 stiegen zum erreichten die Kreisklasse vierten Mal in Folge auf und Bereits im Februar und März 1985 starteten die Vereinsmitglieder mit der Erstellung einer Prallwand und stellten endlich die Einzäunung der Anlage fertig. Mit 140 Teilnehmern ein toller Erfolg war der vom Verein organisierte Osterlauf „Rund um Globol“.

Die Damenmannschaft erreichte nach dem Abstieg im Vorjahr erneut die Kreisklasse 2. Es spielten Carola Weigert, Rita Miesl, Marion Seebauer, Renate Göbel, Hanni Waldsperger, Edelgard Labus, Eva Schöppe und Leni Günther.

Das Vereinsieben normalisierte sich, die Mannschaften hatten Klassen erreicht, in denen sie gut mitspielen konnten. Der Nachwuchs trainierte fleißig und die Erfolge bei der Stadtmeisterschaft bestätigten die Jugendarbeit des Vereins. Mindestens zwei Schleiferlturniere pro Jahr und eine Radltour gehörten 1986 schon längst zu den Standardangeboten des Vereins. So wurde der Zusammenhalt auch außerhalb des Tennisplatzes gefördert.

1986 stand neben den genannten Angeboten noch eine Country- und Westernparty auf dem Programm, ein Teil der Mannschaftsspieler fuhr nach Girlan in Südtirol und trug einen Vergleichswettkampf mit dem dortigen Tennisverein aus.
Beim Bayerischen Abend im Oktober bedankte sich der Vorsitzende Günter Gräbner bei den Damen, die in der  vergangenen Saison die Vereinsgaststätte in Eigenregie betrieben hatten.

Hoch her ging‘s bereits im März 1987 auf der Tennisanlage. Unter dem Motto „Südseezauber“ feierten die Mitglieder Fasching. Sportlich war 1987 das bisher erfolgreichste Jahr des Vereins. Die 1. Herrenmannschaft schaffte mit dem 6. Aufstieg in 7 Jahren den Sprung in die Bezirksklasse 2, die Herren 2 erreichten die Kreisklasse 2 und mit Bobby Pilz stellte der Verein den 1. Stadtmeister der Herren.

Am 16.09.1987 bat die Vorstandschaft die Vereinsmitglieder zur außerordentlichen Mitgliederversammlung. Dort wurde der Bau der Plätze 4 und 5 beschlossen und die Finanzierung und Darlehensaufnahme genehmigt. Bereits im Oktober begann man mit dem Bau der zusätzlichen Plätze. Im Jagdschlössl klang das Tennisjahr des TC am Brandl am 04. Dezember mit der Weihnachtsfeier aus.

Ein neues Pächterehepaar, die Familie Agnes und Hans Prüvert bewirtete die Mitglieder beim Faschingsball am 15.02.1988. Das Motto: „Die wilden 50er“ mit Auftritt der „Marienheimer Spritzengirls“.

Mit etwas Verzögerung auf Grund des langen Winters, wurden die Plätze 4 und 5 erst im späten Frühjahr fertig. Zur Eröffnung am 17.06.1988 zeigten junge Nachwuchstalente aus Schwaben ihr Können auf der Anlage des TC am Brandl. Dies war auch symbolisch für die intensive Förderung des Nachwuchses durch den Verein.

Bestandsphase:

Nun beginnen die etwas ruhigeren Zeiten im Verein (dachte man). Die Anlage war fertig gestellt und bereits erweitert, nur Kleinigkeiten fehlten noch.

Zur alljährlichen Weihnachtsfeier trafen sich schließlich rund 140 Mitglieder am 03. Dezember diesen Jahres im Gasthof Böhm in Baring. Wieder mussten sich einige Tennisfreunde kritische Worte des Nikolaus anhören, die musikalische Umrahmung gestaltete wieder einmal der Nachwuchs des Vereins. 1989 setzte der Verein ein weiteres Zeichen bezüglich der Nachwuchsförderung. So wurde bei der Mitgliederversammlung am 20.04.89 die Absenkung der Beiträge für die Jugend und der Bau des ersten Kleinfeldplatzes Neuburgs beschlossen. Der Vorstand blieb weitgehend unverändert. Nach der Neueinführung eines Pressewarts (Robert Miesl), bereits 1987, wurde nun ein neuer Beisitzer für den Breitensport (Alois Klimosch) gewählt.

Die Investition in die Jugend zahlte sich bei den Bambini schon im Herbst aus. Die TC am Brandl Youngster belegten bei den Stadtmeisterschaften auf heimischen Terrain die ersten drei Plätze.

Das neunte Jahr der Vereinsgeschichte ging dem Ende zu und die Vorbereitungen für das 10-jährige Jubiläum liefen auf vollen Touren. Der Lohn für das erfolgreiche Streben nach einem funktionierenden Verein sollte eine gelungene Feier sein.

Am 01.02.1990 war es dann soweit. Auf den Tag genau 10 Jahre nach der Gründungsversammlung wurde das Jubiläum im Foyer des Stadttheaters in einem gebührenden Rahmen gefeiert. Ab 19.00 Uhr wurden Getränke gereicht und das Buffet eröffnet. Die Birdland-Dixie-Band sorgte für Unterhaltung und die Rede des Vorsitzenden von erster Stunde an, Günter Gräbner, ließ die Gedanken an den Beginn des erfolgreichen Unternehmens zurückschweifen. Auch die Grußworte der zahlreichen Vertreter des öffentlichen Lebens vermittelten Anerkennung der Leistung - ein wirklich gelungener Abend.

Dann wurde wieder weiter an Vor- und Rückhand gearbeitet. Nahezu jedes Jahr stand dazu auch ein Ausflug zu den BMW-Open in München auf dem Programm. Unser Wirt, Hans Prüver, ließ es sich nicht nehmen, mit Thomas Muster nach dem Spiel im Aumeister-Biergarten noch über vermeidbare Fehler zu diskutieren.

Langsam ließ die Nachfrage am Tennis bei den Jugendlichen nach. Durch gezielte Veranstaltungen, auch außerhalb der Tennisanlage, unter Leitung des Breitensportbeauftragten Alois Klimosch wurde versucht dies auszugleichen.

Die 2. Herrenmannschaft erreichte 1990 nach zwischenzeitlichem Abstieg erneut die Kreisklasse 2. Einige ehemalige Leistungsträger bei den Herren waren in die Jahre gekommen. Sie wollten sich nicht mehr mit den jugendlichen Nachwuchscracks messen und mieden den „Topspin“. So beschlossen sie, eine Seniorenmannschaft zu gründen, um sich mit Gleichaltrigen messen zu können. Sie starteten erfolgreich und feierten zum 10-jährigen Bestehen ihren ersten, aber nicht letzten Aufstieg.

Nach den Vereinsmeisterschaften lud die Damenmannschaft am 11. / 12.August 1990 zum Handikap-Schleiferlturnier ein. Die gemischten Doppel wurden mit Augenklappe, Wassereimer (natürlich voll), Schirm oder Rucksack ausgetragen.

Gleich am nächsten Tag war Radfahren und Badespaß angesagt. Entlang der Donau ging es über Burgheim nach Bayerdilling zum Mittagessen und dann bei Bertoldsheim an einen Badeweiher.

Am 30. September 1990 wurden schließlich die ersten Mixed-Meisterschaften des TC am Brandl durchgeführt, ehe bei der Weihnachtsfeier am 01. Dezember beim Klosterwirt in Baring die Saison ausklang. Der harte Kern der Brandler traf sich jedoch noch mal im alten Jahr. Bei einer Silvesterfeier mit Fondue wurde auf das neue Jahr angestoßen und bis morgens 05.00 Uhr im Tennisheim gefeiert.

Bereits im Januar 1991 stand die nächste Veranstaltung auf dem Programm: Eine Wochenendskifahrt ins Kühtai.

Am 10. Februar traf man sich noch zum Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen auf dem Irgertsheimer Weiher, ehe die Saisonvorbereitungen anliefen.

Nach einer durchwachsenen Punktspielsaison feierte der Verein zum Abschluss der Vereinsmeisterschaften am 13.Juli sein Sommernachtsfest. Als Vereinsmeister 1991 wurde Sepp Dünstl bei den Herren und Heidemarie Thomas bei den Frauen geehrt. Das Damen-Doppel gewannen Heidemarie Thomas mit Rita Miesl, den Titel der Senioren sicherte sich Arnold Müller. Auch die Hobbyspieler fanden ihre Meister. Bei den Damen siegte Rosi Schneider, bei den Herren Walter Nauderer.

Eine Woche nach dem Mixed-Turnier, wo Josef Kugler mit Anja Ruhnau gewannen, ging es am 21. und 22.09.1991 ab in die Berge. Das Watzmanngebiet hatte der Organisator, Bernd Haas, als Ziel ausgesucht. Bei gutem Wetter ein schöner, wenn auch anstrengender Ausflug. Nach der Saisonabschlussfeier und der Weihnachtsfeier traf sich noch ein Teil der Tennisfreunde des TC Brand! um gemeinsam im Vereinsheim auf das Neue Jahr anzustoßen.

Ruhig verlief das Jahr 1992. Die Mannschaften hielten ihre Klassen und die gewohnten Veranstaltungen wurden durchgeführt.

Nach 13 Jahren als erster Vorstand stellte sich Günter Gräbner 1993 nicht mehr zur Verfügung. Er hatte den Verein geprägt und sein Engagement wurde anlässlich seiner Verabschiedung gebührend gewürdigt.

Die neue Vorstandschaft setzte sich aus Walter Egen, Walter Nauderer, Jutta Egen, Günther Olbrich, Sybille Wirth, Max Schneider, Heidrun Fertl und als neuer erster Vorstand Richard Vogl zusammen.

Im Frühjahr 1994 wartete schon die erste Herausforderung auf den neuen Vorstand. Eine Woche vor Platzeröffnung trat die Donau über das Ufer und machte die Arbeit zunichte. Dies belastete den Verein finanziell enorm und verzögerte den Saisonbeginn um zwei Wochen.

Sportlich war es ein durchwachsenes Jahr, Aufstiege waren nicht zu verzeichnen. Die Förderung des Nachwuchses wurde intensiviert, bei den Damen kamen junge Gesichter zum Einsatz.

Neue Gesichter sah man 1995 bei den Senioren auf der Tennisanlage am Brandl. Verstärkt durch den Zusammenschluss mit dem TC Neuburg schafften sie den Aufstieg in die Bezirksklasse 1. Auch bei den Vereinsmeisterschaften gab es einige neue Titelträger. Bei den Herren siegte Ivan Georgiev, der neu zum Verein kam, Rita Miesl holte sich bei den Damen ihren ersten Einzeltitel und Toni Öxler und Arnold Müller setzten sich gegen Dauersieger Sepp Dünstl und Manni Wechsler im Doppel durch. Stefanie Dünstl gewann bei den Mädchen, bei den Knaben holte Florian Häckl den Pokal.

Das anschließende Sommernachtsfest wurde ein großer Erfolg, auch die restlichen Veranstaltungen des Jahres, wie Bootsfahrt, Jugendparty und Schleiferlturnier wurden gut angenommen, auch wenn ein geringer Rückgang bei den Mitgliederzahlen zu vermelden war.

Nach den Senioren im vergangenen Jahr sorgten nun die Herren für die sportliche Überraschung des Jahres 1996. Ivan Georgiev brachte neuen Schwung in die Truppe und überlegen schafften sie den Aufstieg in die Kreisklasse 1.

Mit Freibier für alle feierte die erste Herrenmannschaft des TC am Brandl den Aufstieg in die Kreisklasse 1. Ivan Georgiev, Walter Nauderer, Werner Lehenmeier, Markus Beringer, Bernd Fahnenschreiber und oben Thomas Müller.

Neue Wirtsleute kümmerten sich ab 1996 um das Wohl der Tennisspieler und deren Gäste auf der Anlage am Brandl. Petra und Jürgen Christ sorgten für Speis und Trank bei den Vereinsmeisterschaften, der Jugendparty, den Stadtmeisterschaften der Jugendlichen und der Senioren, dem Schleiferlturnier mit Oldieabend, der Abschlussfeier mit Weinfest und nicht zuletzt bei der Mitgliederversammlung 1996.

In den Jahren 1997 und 1998 blieben die großen sportlichen Erfolge aus. Die gemeldeten Mannschaften hielten ihre Klassen und waren mit Begeisterung bei der Sache. Die Herren spielten in Kreisklasse 1, die Damen in Kreisklasse 2, die Junioren in Kreisklasse 3, die Knaben in Kreisklasse 2 und die Senioren in der Bezirksklasse 1. Leider vermeldete der Jugendwart das nachlassende Interesse von Jugendlichen, worauf eine recht erfolgreiche Werbeaktion gestartet wurde.

Außerdem standen einige Renovierungsarbeiten auf dem Programm. So wurden die Umkleiden und dieGaststätte neu gestrichen und die Linien der Plätze 1bis 3 erneuert. Nachdem bei der Mitgliederversammlung festgestellt wurde, dass der Verein finanziell durch und durch gesund ist, entschloss man sich zur Absenkung der Aufnahmegebühren und befreite Mitglieder ab 65 Jahren von den Arbeitsstunden.

Bei der alljährlichen Weihnachtsfeier blickten die Mitglieder zuversichtlich ins Jahr 1999, das gleich zu Beginn mit einer nicht so erfreulichen Überraschung aufwarten sollte.

"Land unter“ hieß es an den Pfingstfeiertagen 1999 auf der Anlage des TC am Brandl. Warmes Wetter, welches die Schneeschmelze in den Bergen förderte und ergiebige Regenfälle hatten zu einem noch nie da gewesenen Anstieg des Wasserpegels der Donau geführt. Während kleinere Überflutungen der Tennisplätze schon öfter vorgekommen waren, stand das Wasser der Donau nun über einen Meter hoch in der Gaststätte und den Umkleideräumen. Das wahre Ausmaß der Schäden wurde erst nach Rückgang des Pegels sichtbar. Die doch ca. 2 Meter Wasser auf den Plätzen hatten den Sand-Belag nahezu vollständig weggetragen, der Untergrund war beschädigt und die Einzäunung durch die von den Fluten herbei getragenen Baumstämme stark beschädigt. Das Hochwasser verhinderte vom 22.05.99 bis 25.05.99 den Zugang, erst ab 27.05.99 war eine vorläufige Schadensaufnahme möglich, bereits am 28.05.99 fanden die ersten Aufräumarbeiten durch die Mitglieder statt.

Ein Bild der Verwüstung erwartete die ersten Besucher der Vereinsanlage. Die Strömung hatte Stammteile durch die Einzäunung gespült, der Belag war fast vollständig weggetragen worden und in der Gaststätte war die Theke umgedrückt worden, die Einbauküche konnte nur noch entsorgt werden. Leider war auch die Heizungsanlage durch das Wasser beschädigt, die Wasserpumpanlage defekt und die Geräte zur Platzpflege, wie Walze und Kehrmaschine, sowie die Ballmaschine unbrauchbar geworden. Der Gesamtschaden wurde auf rund DM 159.500 geschätzt.

Bereits am 29.05. fand der erste Arbeitseinsatz der unverdrossenen Mitglieder auf der Anlage statt. Am 07.06. wurde eine Vorstandssitzung einberufen und es wurde unter anderem über einen Zusammenschluss mit dem TC Neuburg diskutiert. Eine Mitgliederversammlung am 18.06.1999 stimmte mit großer Mehrheit für den "Wiederaufbau“

So wurden im späten Frühjahr nahezu 1000 Arbeitsstunden geleistet und mit Hilfe einer Fachfirma die Plätze instand gesetzt, so dass der Spielbetrieb ab Ende Juli wieder aufgenommen werden konnte. Dennoch dauerte es noch einige Monate, bis die Spuren der kleinen Katastrophe halbwegs verschwunden waren.

Überwältigend war die Unterstützung der ansässigen Tennisvereine. So konnten die Mitglieder die Anlagen des TC Neuburg, des BSV Neuburg, des TC Jagdgeschwader und des TC Rennertshofen nutzen, wo auch die Punktspiele ausgetragen wurden.

Auch finanziell kam der TC am Brandl mit einem blauen Auge davon. Die Kosten für die Wiederinstandsetzung der Anlage konnten unter anderem durch die kostengünstige Arbeitsleistung der Mitglieder in Grenzen gehalten werden. Durch Sach- und Geldspenden von Mitgliedern und Freunden des Vereins und nicht zuletzt durch die Zuschüsse des Landessportverbandes, des Landkreises und der Stadt Neuburg, konnte eine hohe Neuverschuldung vermieden werden.

Unbeeindruckt von den Problemen spielten die Senioren 1999 groß auf und schafften den Aufstieg in die Bezirksliga.

Zum Ende des Jahres schließlich wurde der Pachtvertrag mit der Stadt Neuburg bis zum 31.12.2025 verlängert.

Einen neuen Steuermann erhielt der TC am Brandl im Dezember 1999. Walter [gen wurde als Nachfolger von Richard VogI 1. Vorsitzender des Vereins. Die Tätigkeit des Platzwartes übernahm Jürgen Christ. Vergnügungswart Herbert Breu organisierte die Schleiferlturniere, eine Bootsfahrt und das Kesselfleischessen Außerdem wurde ein Zeltlager für die Kinder und ein Ausflug zur Weinlese durchgeführt. Die Bambini unter der Betreuung von Ivan Georgiev schafften die Meisterschaft und spielten um die Bezirksmeisterschaft.

Den größten sportlichen Erfolg des TC am Brandl in seiner mittlerweile 20-jährigen Vereinsgeschichte schafften die Senioren 50. Ungeschlagen in der Bezirksliga, stiegen sie in die Landesliga auf.

Neu in 2001 war die Durchführung eines Vorstandsturniers auf Einladung des TC Neuburg. Diese Veranstaltung mit jährlich wechselndem Ausrichter fördert seither die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt der Neuburger Tennisclubs. Früchte seiner Arbeit als Trainer und Jugendwart erntete Ivan Georgiev im Jahr 2002. So wurden insgesamt 8 Jugendmannschaften gemeldet und hervorragende Ergebnisse bei den Stadtmeisterschaften erzielt. Bei den Junioren gewann Manuel Herrmann, bei den Knaben Christian Schlusnus und bei den Juniorinnen Elisabeth Lanz.

Die Vorstandschaft entschied sich zur Herausgabe einer Vereinszeitschrift mit dem Namen "Aufschlag", der nun jährlich mit aktuellen Informationen herausgegeben werden sollte. Die Umstellung der Beiträge auf EURO erfolgte ohne Beitrags-erhöhungen, das Winter-Jugend-Training wurde mit € 30,00 pro Kind gefördert.

Ein Schwerpunkt des TC am Brandl ist die Förderung des Nachwuchses, wobei auch Aktivitäten außerhalb des Tennisplatzes, wie Zeltlager, Jugendparty o. ä. durchgeführt werden.

Bei der alljährlichen Weihnachtsfeier hatte sich mittlerweile ein Männerchor etabliert. Unter der Leitung von Walter Egen präsentierten sie bekannte und weniger bekannte Weihnachtslieder.

Wieder am Ball waren die Damen im Jahr 2003. Es wurde mangels Nachwuchses eine Mannschaft Altersklasse 40 gemeldet, die sich in ihrer ersten Saison auch tapfer schlugen und dem „Aufstieg nur knapp entkamen“. Die 2. Mannschaft Herren 50 schaffte den Aufstieg in die Bezirksklasse 2, den im Vorjahr unglückliche Umstände verhindert hatten. Insgesamt wurden 2003 acht Mannschaften zum Spielbetrieb angemeldet. Neben den genannten traten noch die Senioren 50 mit ihrer ersten Mannschaft in der Landesliga an, die Juniorinnen, Junioren, Mädchen, Knaben und Bambini kämpften mit viel Freude in unteren Klassen um Punkte.

Mit großem Erfolg wurden wieder die beliebten Schleiferlturniere durchgeführt, wo sich „anerkannte Profis“ mit Hobbyspielern paarten.

Das herrliche Wetter des Jahrhundertsommers 2003 führte nicht nur zu einem überdimensionalen Wasserverbrauch auf der Tennisanlage, er bescherte auch schöne Stunden auf der Terrasse der Anlage am Brandl.

Wieder einmal war der Nachwuchs des TC am Brandl bei den Stadt- und Kreismeisterschaften erfolgreich. Christian Schlusnus erreichte bei den Kreismeisterschaften in der Klasse U 14 ebenso wie Carolin Marx bei den U 18 das Viertelfinale, Manuel Herrmann belegte bei den U 14 den 4. Platz und Florian Appel verlor in der gleichen Klasse knapp das Finale.

Den Stadtmeistertitel holten sich bei den U 14 Manuel Herrmann und Theresa Klein, Maxi Dünstl war bei den Jüngsten erfolgreich.

Eine neue Idee fand zu Beginn des neuen Jahres 2004 großen Anklang. Kurzfristig wurde ein Mondscheinturnier in der Tennishalle des Sportpark Rödenhof organisiert. In lockerer Atmosphäre wurde Mixed gespielt, sportliche Ehrgeiz hielt sich in Grenzen, der Spaß an Spiel stand im Vordergrund. Nach der Siegerehrung (Walter Egen gewann bei den Herren, Gabi Bruhn setzte sich bei den Damen durch) stärkte man sich mit einer deftigen Gulaschsuppe und diskutierte weit nach Mitternacht über die bevorstehende Saison.

Die Spuren des langen Winters entfernte der Platzwart Jürgen Christ von den Spielfeldern für die alljährliche Frühjahrsinstandsetzung. Dann waren, wie schon 24 Jahren, wieder die Mitglieder gefragt. Trotz Abschaffung der Pflichtarbeitsstunden gelang es, wie jedes Jahr, genügend Freiwillige auf die Anlage zu bekommen, um die Plätze für den Spielbetrieb vorzubereiten.

Durchwachsen waren die Ergebnisse der Punktspiele in der Saison 2004. Lediglich die neuformierte Herrenmannschaft schaffte den 2. Tabellenplatz ihrer Gruppe und konnte den Aufstieg feiern. Zum Ende der Saison entschloss man sich für 2005 die 2. Senioren 50 abzumelden und statt dessen eine Herren 60 zu melden. Zudem wird 2005 auch wieder eine Damenmannschaft gemeldet, um dem Nachwuchs Gelegenheit zu geben, Turniererfahrung zu sammeln.

Erfolgreich vertrat der Nachwuchs den TC am Brandl bei den Kreismeisterschaften. Thomas Sterzik gewann bei den U 12, Carolin Marx und Theresa Klein belegten die ersten beiden Plätze bei den U 16 und Manuel Herrmann und Florian Appel siegten in den Altersklassen U 14 und U 18.

Die bewährten geselligen Veranstaltungen wurden bei guter Beteiligung durchgeführt, eine zweitägige Bergtour stand im Spätherbst auf dem Programm.

Schließlich wurde die Vorstandschaft für die Jahre 2004 und das Jubiläumsjahr 2005 neu gewählt. Bereits frühzeitig machte sich die Crew um Walter Egen Gedanken, um eine angemessene Veranstaltung zum 25-jährigen Bestehen des TC am Brandl zu organisieren.

Am 17.07.2010 feierte der TC am Brandl sein 30-jähriges Bestehen.

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